25 Jahre Trauerhilfe Heimkehr

Festrede der Geschäftsführerin Ines Schneider


Ines Schneider bei ihrer Festrede zum 25-jährigen Jubiläum.

Meine lieben Freunde, Weggefährten und Geldgeber der ersten Stunde, hoch geschätzte Mitarbeiter, Geschäftsfreunde und Angehörige, liebe Vertreter des Trauerkreises, liebe Familie -

in unserer Branche fangen viele Reden an mit: Wir haben uns heute hier versammelt um... und heute soll es im Eventhaus Tröltzsch heißen: um unseren Geburtstag zu feiern.

25 Jahre Heimkehr, wie schnell sind die Jahre ins Land gezogen, ich weiß noch, als wir am 29.8.1990 in Hof vor dem Notar saßen, blauäugig, neugierig, aufgeregt, keiner von uns gelernten DDR Bürgern wusste, was auf uns zukommen wird. Wir gingen das Risiko ein und ja, es hat sich gelohnt.

Im März 1990, noch vor der Gründung unserer Bundesrepublik - ergab sich durch eine wunderbare Verbindungen zur CSU Selb die Möglicheit, einen Bestatter kennen und schätzen zu lernen, der mir und uns versprach, ein Bestattungsinstitut nach westlichem Vorbild auf zu bauen.

Euphorisch, wie die Stimmung im Frühjahr damals war, gründeten 5 ehemalige Mitarbeiter des VEB Stadtwirtschaftsbetrieb Abteilung Bestattung mit 2 privaten Geldgebern aus Selb und einem Verein aus Selb die Trauerhilfe Heimkehr GmbH mit Sitz in Oelsnitz und bestimmten mich in der Stunde Null zu ihrer Geschäftsführerin.

Bis zum heutigen Tag ist unser Gesellschafter Wolfgang Kreil, der später zum Oberbürgermeister der Stadt Selb gewählt wurde, unser stiller Teilhaber, der mir in den ersten Jahren täglich zur Seite stand und mir alles lernte, was zum Berufsstand einer Bestatterin, einer Trauerbegleiterin und Geschäftsführerin nötig war.

Mit Weitsicht wurde unser eigenes Firmenkapital eingesetzt, zuerst ließen wir nach unseren Vorstellungen einem Mercedes Benz bauen, nagelneu und bar bezahlt, holten Wilfried und ich unser Prunkstück aus dem Ruhrpott ab. Die Vogtländer staunten nicht schlecht.

Der nächste Akt war das Abkaufen unseres jetzigen Wohn und Geschäftshauses aus der Hand von 17 Erben. Im Herbst 1991 hielten wir den Kaufvertrag in den Händen und die Planung der Generalsanierung konnte beginnen.

In zwei Etappen bauten wir mit klugen Fachleuten unsere alte Bruchbude zu einem modernen Firmensitz auf und um. Seit dem 1.1.1994 sind unsere drei Wohnungen im Haus fest und fast durchgängig vermietet. Auch über einem Beerdigungsinstitut lässt es sich klasse wohnen.

Der heutigen Zeit geschuldet machten auch vor unser Firma keine tief greifenden Veränderungen halt. Unsere Heimkehr bekam starke Konkurrenz, neue Wege mussten ersonnen werden, ein neues Team aufgebaut - immer mit dem Gedanken: Wir, die Heimkehrer, müssen etwas anbieten, dass es so noch nicht gab.

Und da kommt unser Trauerkreis ins Spiel, am 7.Mai 2006 luden wir zu unserer ersten Ausfahrt mit Keils Reisen aus Theuma ein. Sorgfältig von unserer Tochter Madlen und der Familie Keil vorbereitet, starteten wir durch.

Ein überaus schwieriges Unterfangen, Fragen über Fragen: werden wir Zuspruch bekommen, ist es eine Eintagsfliege oder schreiben wir Firmengeschichte?

Unsere fast monatlichen Ausfahrten sind inzwischen weit über das Vogtland hinaus bekannt.

Voller Vorfreude auf diesen Tag klingeln bei uns im Büro schon Tage vorher die Telefone- mit Fragen, wann geht es los, kann ich noch jemanden mitbringen, holt ihr mich von zu Hause ab - Ja, manchmal kommen diese Anrufe auch mitten in einem Trauergespräch an, da heißt es dann erklären und zwar auf beiden Seiten, erstaunlicherweise zeigt man sofort Verständnis - auch auf beiden Seiten.

Und darauf bin ich stolz, stolz dass es uns Heimkehrer schon 25 Jahre gibt,

darauf dass Sie alle mir und unserer Firma über Jahre die Treue halten -

stolz, dass ich wieder so ein grandioses Team führen darf,

dankbar, dass unsere Geschäftspartner immer zur Stelle sind, wenn die Frau Schneider SOS ruft,

dankbar, dass mein Wilfried immer hinter mir und meinen Ideen stand und auch noch steht und dass mein Rentner sofort einfliegt, wenn es brennt und

stolz, dass unsere Tochter Jessica- diese unsere Firma - so Gott will - in die zweite Generation führen wird.

Euch und Ihnen wünsche ich einen tollen Abend, amüsiert Euch, lernt Euch kennen, sprecht miteinander und habt Spaß!

Gott befohlen.

Ines Schneider,
Geschäftsführerin der Trauerhilfe Heimkehr GmbH am 28. August 2015

Zum 25-jährigen Jubiläum.